Landesklinikum Melk engagiert sich für moderne Phlebologie

MELK. Wissenschaft und Ausbildung im Fokus.

Das Landesklinikum Melk hat seine führende Rolle in der Phlebologie (Fachgebiet für venöse Erkrankungen) und Lymphologie erneut unter Beweis gestellt - sowohl durch aktive wissenschaftliche Beiträge auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL) in Salzburg als auch durch neue Ausbildungsinitiativen für Pflegekräfte.

Wissenschaftlicher Austausch auf höchstem Niveau

Erstmals fand die DGPL-Jahrestagung unter der Präsidentschaft von OA Priv.-Doz. DDr. Dominic Mühlberger in Salzburg statt. Das Melker Team war mit mehreren wissenschaftlichen Beiträgen vertreten und setzte thematische Schwerpunkte bei der modernen Versorgung chronischer Wunden.

OA Dr. Alfred Obermayer leitete die Ulkussitzung des Kongresses und referierte über die Ursachen des Ulcus cruris. Sowohl innere als auch äußere Einflüsse können ein Ulcus cruris – das sogenannte „offene Bein“ – begünstigen. Zu den endogenen Faktoren zählen körpereigene Ursachen wie Durchblutungsstörungen, Diabetes oder eine geschwächte Immunabwehr, die die Wundheilung verlangsamen. Exogene Faktoren hingegen wirken von außen: Verletzungen, Druckstellen oder Infektionen können die Haut schädigen und so die Entstehung chronischer Wunden fördern. Ergänzend dazu präsentierte Dr. Georg Authried praxisnahe Erkenntnisse zu den exogenen Einflussfaktoren, zur strukturierten Wundbewertung und zu standardisierten Therapiekonzepten. Beide Vorträge stießen auf großes Interesse und unterstrichen die Bedeutung interdisziplinärer Ansätze für die Wundheilung.

Durch ihre Beiträge trägt die Arbeitsgruppe des LK Melk maßgeblich dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die klinische Praxis zu übertragen und die evidenzbasierte Patientenversorgung weiterzuentwickeln.

Ausbildungsoffensive in der Phlebologie

Neben der Forschung setzt das Landesklinikum Melk auch in der Weiterbildung Maßstäbe. Unter der Leitung von OA Priv.-Doz. DDr. med. Dominic Mühlberger, Präsident der DGPL, wurde ein spezielles Ausbildungsprogramm für OP-Pflegekräfte im Bereich der Phlebologie ins Leben gerufen. Ziel ist es, erfahrene Pflegepersonen gezielt zu qualifizieren – mit dem Abschluss des DGPL-Zertifikats „PhleboassistentIn“.

Der erste theoretische Teil fand am 22. September 2025 in Melk statt. Als zusätzliche Referentinnen und Referenten konnten Dr. med. Renate Murena (Köln) und Prof. Dr. med. Achim Mumme (Bochum) gewonnen werden. Im Rahmen des Seminars wurde zudem ein Patient der Intensivstation visitiert und diskutiert. 

Mit diesem Engagement stärkt das Landesklinikum Melk die interprofessionelle Zusammenarbeit und setzt neue Maßstäbe für eine moderne, qualitätsorientierte phlebologische Versorgung.

 

 

BILDTEXT 

V. l. n. r.: Priv. Doz.., OA DDr. Dominic Mühlberger, OA Dr. Alfred Obermayer 

 

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 Alexander Plank

Landesklinikum Melk

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