Zu einer speziellen Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte lud am 06.12.2024 der international anerkannte Chirurg und Phlebologe OA Dr. Alfred Obermayer in das Landesklinikum Melk. In Kooperation mit dem Karl Landsteiner Institut für funktionelle Phlebochirugie empfing er gemeinsam mit OA Dr. Steinbacher und Univ. Doz. DDr. Mühlberger insgesamt 19 Chirurginnen und Chirurgen. Die teilnehmenden Personen kamen aus allen Teilen Österreichs, der weitest angereiste Gast kam aus Zagreb.
Die Phlebologie ist die medizinische Disziplin, die sich mit der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Erkrankungen des venösen Systems beschäftigt. Dazu gehören vor allem venöse Erkrankungen wie Krampfadern, Thrombosen und chronische venöse Insuffizienz. Im Landesklinikum Melk werden solche Venenerkrankungen, von der Krampfader bis hin zum offenen Bein, seit über 20 Jahren erfolgreich behandelt.
Im Rahmen des Workshops wurden den Teilnehmenden Hilfestellungen bei der Operationsplanung sowie Tipps und Tricks bei der Operation von Varizen- und Ulkus-Patientinnen und -Patienten gegeben.
„Minimalinvasive Methoden boomen auch in der Behandlung von Venenleiden, der Ultraschall spielt hierbei für die Diagnostik und Therapie eine große Rolle. Die Krampfaderoperation hat an Angst und Schrecken verloren, Narben sind nahezu nicht sichtbar und die Langzeitergebnisse sind exzellent. Inmitten der Katheter unterstützten endoluminalen Verfahren wie Schaumsklerosierung, Superkleber, LASER, Radiowelle bis hin zum extrakorporalen Verschluss einer insuffizienten Stammvene mittels fokussierter Schallwellen (HIFU) welche wir auch anbieten, hat die Phlebochirugie nach wie vor einen großen Stellenwert“, so OA Dr. Obermayer.
Ein Großteil der Eingriffe wird in örtlicher Betäubung und somit ohne Narkose oder Kreuzstich tagesklinisch durchgeführt.
Nach wissenschaftlichen Fachvorträgen wurden insgesamt zehn Patientinnen und Patienten gemeinsam mit den teilnehmenden Chirurginnen und Chirurgen untersucht und eine dem Krankheitsbild angepasste OP geplant. Alle gängigen OP-Methoden wurden in zwei Operationssälen unter Assistenz der geladenen Fachärztinnen und Fachärzten durchgeführt. Bei zwei Patienten wurde die schwerste Form des Venenleidens, ein offenes Bein, mit zusätzlicher Hauttransplantation operiert.
Der Phlebochirurgie-Workshop wurde bereits zum zweiten Mal mit Hilfe des professionellen Teams im Landesklinikum Melk durchgeführt. Besonders in spezialisierten Bereichen wie der Phlebologie, die sich ständig weiterentwickelt, ist es wichtig, neue Techniken und Verfahren zu erlernen, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Fortbildungen wie der OP-Kurs fördern den Wissensaustausch und tragen dazu bei, die Qualität der Behandlung nachhaltig zu verbessern.
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19 Chirurginnen und Chirurgen nahmen an einem Workshop für Phlebochirurgie im Landesklinikum Melk teil.
Fotocredit: LK Melk
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