Ursprünglich bedeutete der Begriff „Diät“ so viel wie „Lebensweise“. Heute wird er jedoch meist mit Verzicht, Einschränkung und Kontrolle assoziiert. Dabei greift diese Sichtweise zu kurz: Gerade beim Essen kommt es nicht nur auf die Menge, sondern vor allem auf die Qualität an. Auch langfristige ausgewogene Ernährungsgewohnheiten sind entscheidend für das Wohlbefinden.
Gewicht ist kein verlässlicher Gesundheitsindikator
Viele Menschen setzen geringeres Körpergewicht automatisch mit besserer Gesundheit gleich. Doch Faktoren wie Blutwerte, Schlafqualität, Stresslevel, Bewegung, Ernährung und soziale Beziehungen geben ein deutlich umfassenderes Bild des Wohlbefindens. Strenge Diäten hingegen können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und unerwünschte Nebenwirkungen haben, darunter:
Nährstoffmängel
Heißhunger und Essanfälle
Schuld- und Schamgefühle
Verlust der natürlichen Körperwahrnehmung
Zudem zeigen Studien, dass wiederholte Gewichtsschwankungen – bekannt als Jo-Jo-Effekt – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können, unabhängig vom ursprünglichen Körpergewicht.
Was wirklich zählt
Nachhaltige Gesundheit basiert auf langfristigen, positiven Gewohnheiten wie beispielsweise:
ausgewogene Ernährung, die schmeckt
regelmäßige Bewegung, die Freude bereitet
ausreichender Schlaf
bewusster Umgang mit Stress
soziale Unterstützung
Hier setzt auch die Arbeit des Teams der Diätologie des Landesklinikums Melk an: Sie sind Teil der Behandlungsteams für stationäre Patientinnen und Patienten. Sie bieten professionelle Beratung und Betreuung insbesondere für Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus sowie weiteren ernährungsassoziierten Gesundheitsproblemen.
„Rund um Ernährung kursieren viele Halbwahrheiten. Unser Ziel ist es, Menschen mit fundiertem Fachwissen Orientierung zu geben und zu zeigen, dass gesunde Ernährung weder kompliziert noch von Verboten geprägt sein muss“, betont Dagmar Plazek, Diätologin im Landesklinikum Melk.
BILDTEXT
v.li.n.re.: Dagmar Plazek MAS, Marchart Anja BSc, Veider Verena BSc
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